ÜberLeben2018

Im diesjährigen Programm erzählen wir viel über das Leben und das Überleben von Menschen. Eybler deutet in Die vier letzten Dinge an, wer das Jüngste Gericht überleben wird. Beethoven komponiert am Ende seiner 5. Sinfonie voller Hoffnung ein Verlangen nach Menschlichkeit. Ähnliche Hoffnungen rufen, mit allerdings ganz anderen Tönen, Grimmelshausens Simplicissimus, Buxtehudes Jüngstes Gericht und die Kreutzer-Sonaten von Tolstoi und Beethoven wach.

Visionen von einer besseren Welt entstehen oft durch Vorbilder, denen ein Überleben versagt blieb. Christus als abendländische Leitfigur ist ein solches Vorbild, dem in Telemanns hochdramatischer Markus-Passion mit Valerij Lisacs Visualisierungen „Nachfolger“ an die Seite gestellt werden – zum Beispiel Martin Luther King.

Selbst die Orgelwerke Bachs erzählen Geschichten über menschliche Schicksale und das estnische Ensemble Heinavanker schildert in seinen traurig-schönen Liedern mit versöhnlichen Kommentaren die blutige Unterwerfung und Christianisierung der Balten.

Im Gedenkjahr 2018 erinnern wir in einem Chorkonzert an die Mühseligen dieser Welt, denen in den großen Kriegen des 20. Jahrhunderts ein Überleben nicht vergönnt war. Schönbergs Motette Friede auf Erden ist durch den unüberhörbaren Aufruf Nie wieder Krieg! Hoffnungsschimmer und Mahnung.

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