18:00 Uhr Einführungsgespräch in der Klosterbibliothek
E. T. A. Hoffmann - bedeutender Schriftsteller der deutschen Romantik, studierter Jurist und späterer preußischer Kammergerichtsrat versucht auch immer wieder, sein Brot als Komponist zu verdienen. Dass er das Handwerk dazu beherrscht, hat er in über 70 Kompositionen fast aller Gattungen unter Beweis gestellt, wenngleich ihm die Anerkennung trotz einiger Erfolge – besonders seiner wunderbaren Oper Undine in Berlin 1816 – zeitlebens versagt bleibt. Etwa ein Viertel seines Oeuvres sind kirchenmusikalische Werke, vorgesehen für den Gebrauch im katholischen Ritus. Darunter auch sein Miserere b-Moll aus dem Jahr 1809. Das mystisch-düstere Werk wird zu Lebzeiten Hoffmanns weder aufgeführt noch gedruckt.
Ihm stellen die Rheinische Kantorei und Concerto Köln die strahlende Kantate Davide Penitente aus der Feder seines Alterego Wolfgang Amadeus Mozart gegenüber, den Hoffmann über alles verehrt. Die Wiener Tonkünstlersozietät, eine Rentenkasse für die Witwen und Waisen von Berufsmusikern, erbittet für ein Benefizkonzert im März 1785 ein Chorwerk von Mozart. Die perfekte Gelegenheit, seine 1783 für Salzburg komponierte und unvollendet gebliebenen Große Messe in c-Moll umzuarbeiten und in Wien als Kantate Davide Penitente aufzuführen.
Konzert mit Pause. Enge gegen 21:00 Uhr.